Fliesen / Fliesen verlegen, Fliesenleger Tipps
Die Herstellung von Fliesen
Als Rohstoff für gebrannte Fliesen dient Ton als Bindemittel. Zum Teil wird auch Porzellanerde ( Kaolin ) - ein feiner, eisenfreier, weißer Ton - als Bindemittel beigemengt. Zum Ton kommen dann noch weitere weitere mineralische Zuschlagsstoffe wie Feldspat, Dolomit, Kalzit, Schamottemehl, Quarz, Sand oder gemahlenes Glas.
Diese Rohmasse wird entweder als Trockenpressmasse zu keramischen Fliesen ( Feinkeramik ) weiterverarbeitet, oder als plastische Masse mit höherem Wassergehalt in Strängen gepresst und dann zu Spalt- oder Bodenklinkerplatten ( Grobkeramik ) weiterverarbeitet. Anschließend werden diese Rohlinge getrocknet und dann teilweise glasiert und gebrannt.
Beim dem Brennvorgang bei Temperaturen von 900 bis 1200°C bekommen diese Fliesenrohlinge ihre endgültigen Eigenschaften und Gütemerkmale. Für eine farbige Glasur z.b werden Metalloxide eingebrannt.
Die verschiedenen Qualitätsmerkmale von Fliesen werden im Wesentlichen nach ihrer Wasseraufnahmefähigkeit und der Beständigkeit ihrer Oberfläche gegenüber Abrieb ( auch Abriebfestigkeit genannt) klassifiziert. Ferner wird die Rutschhemmung ihrer Oberfläche bei Feuchte kategorisiert, die bei speziellen Anforderungen ( zb. Küchenbereich von Grossküchen u.ä. ).

Fliesen, die diese und auch noch andere Qualitätsprüfungen bestehen, kommen als Fliesen 1. Wahl in den Handel. Wenn nur eine der verschiedensten Qualitätsanforderungen nicht erfüllt werden kann, so werden diese Fliesen dann als 2. Wahl vertrieben. Sollten Fliesen mit groben Fehlern behaftet sein, werden als Ausschuss ausgesondert und ggf. vernichtet.
Ferner unterscheidet man verschiedene Fliesenarten
- Steingut glasiert und nur auf der Oberfläche gefärbt
- Feinsteinzeug unglasiert und komplett durchgesintert und durchgefärbt
- Frostbeständigkeit z.b. für die Verwendung im Außenbereich. Ausschlaggebend hierbei für die Frostbeständigkeit ist das Wasseraufnahmevermögen
Werkzeuge zum Fliesenlegen ( Fliesenleger Tipps )
- einen Flexschneider, zum Schneiden von Fliesen
- ein Zahnkelle zum Auftragen von Fliesenkleber
- eine Papageienzange zum Brechen von Löchern
- ein Schwammbrett, mit dem die Fliesenfuge beigearbeitet und der überflüssige Fugenmörtel aufgewischt wird
- ein Schlämmbrett zum Einschlämmen des Fugmörtels in die Fliesenfugen
- eine Fliesenhexe
- ein Winkel für das winkelgerechte Anlegen der ersten Fliesenreihe
- einen sauberen Eimer (10 l)
- ein Paar Knieschützer
- einen Quirl zum Aufrühren des Klebers und des Fugmörtels
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